Sicherheit der ABC-Schützen auf dem Schulweg

Als verantwortungsbewusste Eltern macht ihr euch Sorgen, wenn eure Kinder allein unterwegs sind. Besonders ist das in den Wintermonaten der Fall, wenn die ABC-Schützen sich meist noch im Dunkeln auf den Schulweg machen. Zur gleichen Zeit setzt nicht nur in Großstädten, sondern auch in kleineren Gemeinden der Berufsverkehr ein.

Nicht nur durch die Verträumtheit, die fehlende Übersicht oder Unachtsamkeit der jungen Schulanfänger können so furchtbare Unfälle stattfinden. Die morgendlichen Autofahrer, häufig selbst noch müde, können ebenfalls die kleinen Fußgänger übersehen. Doch es gibt einige Vorsichtsmaßnahmen, die dafür sorgen, dass diese Risiken zumindest gemindert werden.

Hintergrund der Risiken im Straßenverkehr

Es ist aus Sicht von uns Erwachsenen nicht ganz fair, Kindern unter 10 Jahren pauschal fehlende Konzentration zu unterstellen. Mehrere Gründe führen dazu, dass sie nicht wie Erwachsene sicherheitsrelevante Entwicklungen im Straßenverkehr einschätzen können. Dabei kommt es nicht nur auf die Dunkelheit, beziehungsweise die Jahreszeit an. Aufgrund ihrer fehlenden Erfahrung brauchen die ABC-Schützen zwei bis drei Mal so lange wie Erwachsene, um Gefahren im Straßenverkehr zu erkennen. Auch Gehör und Augen sind nicht so geübt wie bei uns deutlich älteren Verkehrsteilnehmern.

Insgesamt können die Grundschüler schwer filtern, welche der vielen, gleichzeitig auf sie einwirkenden Eindrücke (Geräusche, Gerüche, Sichtbares, andere Sinneswahrnehmungen wie Kälte, Nässe, Schmerz) für sie und ihre Sicherheit entscheidend und damit sogar überlebenswichtig sein können. Kinder schätzen aber auch ihre Laufgeschwindigkeit als zu schnell ein; im Gegenzug vergessen wir als Autofahrer gerne, dass die Kinder einfach kürzere Beine als wir Erwachsenen haben und daher länger für das Überqueren einer Straße benötigen.

Nach all diesen Hinweisen sollte uns Eltern klar geworden sein, dass es wichtig ist, den Kindern eigenverantwortliches Handeln und erhöhte Aufmerksamkeit nicht nur beizubringen, sondern auch vorzuleben. Dass man links und rechts vor dem Überqueren der Straße schaut oder nur bei Grün losläuft, sollte selbstverständlich sein. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, den Schulweg mit Erstklässlern bereits vor dem Schulanfang abzulaufen und ihn die Kinder auch allein gehen zu lassen.

Geeignete Kleidung und Auswahl an Schulranzen

Eltern sollten zunächst darauf achten, dass Kinder nicht nur dunkle Kleidung und Schuhwerk tragen. Mützen in knalligen Farben oder andere Accessoires können zwar für eine etwas auffälligere Erscheinung sorgen. Letztendliche Sicherheit können sie jedoch keinesfalls bieten. Eine Verbesserung der Sichtbarkeit und damit Schutz für die Schulanfänger bieten jedoch fachkundig ausgestattete Rucksäcke oder Büchertaschen. Bei den Modellen renommierter Marken wie

  • McNeill,
  • Scout,
  • Spiegelburg,
  • Burton,
  • Dakine,
  • Deuter,
  • Eastpak oder
  • Ergobag

spielt die Sicherheit eine große Rolle. Spezialisierte Dienstleister wie Schulranzen.net oder andere bieten dabei eine große Auswahl, sodass das Design nicht zu kurz kommt – das solltet ihr als Eltern auch vor dem Kauf bedenken. Denn wenn sich die ABC-Schützen weigern, einen noch so vernünftig gestalteten Ranzen oder Rucksack zu tragen, ist die Ausgabe umsonst.

Sicherheitsrelevante Features

Wir als Erziehungsberechtigte sollten beim Kauf des Tornisters also darauf achten, dass dieser nicht nur in Farbe, Muster und Gestaltung den Kindern gefällt, sondern auch sicherheitsrelevante Merkmale besitzt. Einen Anhaltspunkt bietet beispielsweise die Norm 58124, deren Anforderungen viele Dienstleister erfüllen oder an denen sie sich zumindest orientieren. Dies kann konsequenterweise auch den Eltern weiterhelfen. Beim Kauf können sie auf Formulierungen wie „entspricht“ oder „nach“ DIN 58124 achten. Die Richtlinien der Industrienorm beziehen sich neben der Sicherheit auch auf Gebrauchstauglichkeit und körperliche Gestaltung.

10 Prozent der der Seiten- und Vorderflächen einer Schultasche sollen laut dieses europaweit gültigen Standards mit retroflektierenden Elementen bedeckt sein. Außerdem sind laut DIN 58124 bei einem Rucksack oder einem Schulranzen mindestens 20 Prozent der außen sichtbaren Oberfläche mit fluoreszierendem Material bedeckt. Letzteres ist in den Farben Orange-Rot oder Gelb erlaubt. Es gibt darüber hinaus keine Vorschrift, wo genau die leuchtenden Elemente angebracht sein sollten. Außer den genannten Eigenschaften muss beispielsweise eine Büchertasche auch regen- und windabweisend sein und stabil gefertigt sein. Das Ziel der Norm ist es, den Schulranzen so zu gestalten, dass dieser beispielsweise für Rad-, Auto- und LKW-Fahrer problemlos und weithin zu erkennen ist und auch lange hält.

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