Richtiges Verhalten am Unfallort

Hilfe bei Verkehrsunfällen zu leisten, sollte für jeden eine Selbstverständlichkeit sein. Dabei darf jedoch die Eigensicherung nicht vergessen werden. Was passieren kann, wenn man diesen Aspekt vernachlässigt, zeigt das folgende Video:

Videoquelle: www.liveleak.com/Bikerman; Beitragsbild: pixelio.de/Andreas Hermsdorf

Regel Nummer 1 ist demzufolge, nicht einfach auf dem Fahrstreifen anzuhalten, sondern nach Möglichkeit auf dem Seitenstreifen oder am äußersten rechten Fahrbahnrand. Von dieser Regel sollte  man nur abweichen, wenn ein verletzter Mensch (beispielsweise ein Motorradfahrer) auf der Fahrbahn liegt und die Gefahr besteht, dass dieser von nachfolgenden Fahrzeugen überfahren werden könnte. In dem Fall, ist das eigene Fahrzeug so zu platzieren, dass das Unfallopfer ausreichend gut von anderen Fahrzeugen abgeschirmt wird. In der Regel bedeutet dies, dass ihr euer Fahrzeug mit etwas Abstand direkt hinter dem Unfallopfer hinstellt. Ganz wichtig ist es nun das eigene Fahrzeug zu sichern. Die Erstsicherung erfolgt durch Einschalten der Warnblinkanlage. Bei Dunkelheit und ungünstigen Witterungsbedingungen schaltet zusätzlich die Nebelschlussleuchte ein. Im nächsten Schritt ist die Warnweste anzuziehen um dann das Warndreieck in einem Abstand von mindestens 100 m (der Abstand zwischen zwei Leitpfosten beträgt 50 m) aufzustellen. Nun ist man selbst und die Unfallstelle hinreichend gesichert und man kann falls noch nicht durch einen Mitfahrer geschehen, die Rettungskräfte alarmieren und erste Hilfe leisten.

Wenn der Verkehr am Unfallort noch fließt beziehungsweise sich noch kein Stau gebildet hat, sollte man sich nicht auf der Fahrbahn aufhalten. Insbesondere bei Dunkelheit oder schlechten Witterungsbedingungen besteht selbst bei erfolgter Eigensicherung und Sicherung der Unfallstelle permanent die Gefahr von Fahrzeugführern übersehen und angefahren zu werden.

Falls niemand schwer verletzt ist, sorgt dafür, dass alle Unfallbeteiligten sich in einem ausreichend sicheren Abstand zur Fahrbahn aufhalten – auf Autobahnen unbedingt hinter der Schutzeinrichtung. Da viele Unfallopfer nach einem Unfall unter Schock stehen, solltet ihr diese auch nicht alleine lassen. Es besteht die Gefahr, dass diese in ihren Zustand unvermittelt wieder zu ihren Fahrzeugen gehen (um beispielsweise irgendwas aus dem Auto zu holen) und sich so in Gefahr bringen.

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