Kinderfahrrad – Meine Kaufempfehlung

Ich kann mich noch heute gut daran erinnern, wie ich mich damals über mein erstes Kinderfahrrad gefreut habe. Und die Freude hält bei mir bis heute an. Für mich ist das Fahrrad das beste Fortbewegungsmittel was es gibt. Warum? Deshalb:

  1. Es ist Freiheit
  2. Fahrradfahren hält Fit
  3. Es belastet die Umwelt nicht
  4. Macht den Kopf frei
  5. Es spart Geld

Doch auf die Freude am neuen Fahrrad kann bei Kindern auch ganz schnell die Ernüchterung folgen. Nämlich dann wenn es nicht gleich mit dem Fahrrad fahren klappt. Deswegen ist es wichtig, dass Fahrradfahren von Anfang an Spaß macht und das Kind auch schnell lernt sicher zu fahren. Wie das gelingt will ich euch nun verraten.

1. Die richtigen Voraussetzungen 

Mit den richtigen Voraussetzungen meine ich nicht die körperlichen sondern vielmehr die motorischen Fähigkeiten. Wer sich zum ersten Mal auf ein Fahrrad setzt und vorher weder Laufrad noch Dreirad oder Trampeltraktor gefahren ist, der wird sich schwer tun. Insbesondere durch das Laufrad wird der Gleichgewichtssinn gefördert. Hat das Laufrad zudem bereits einer Handbremse, ist das Kind mit der Funktionsweise der Bremse auch bereits vertraut. Durch ein Dreirad oder einen Trampeltraktor lernt das Kind die Kombination aus Treten und Lenken kennen. Kann das Kind also gut Laufrad und Dreirad fahren, sind dem Kind die fürs Fahrradfahren notwenigen Bewegungsabläufe alle bereits bekannt. Dann geht es beim Fahrrad fahren lernen nur noch darum, die bekannten Bewegungsabläufe aufs Fahrrad zu übertragen.

Wenn das Kind schon Laufrad fahren kann, ist ein weiterer wesentlichen Vorteil, dass man beim Kinderfahrrad auf Stützräder verzichten kann. Schließlich ist das Gleichgewichtsgefühl schon vorhanden. Unabhängig ob die Voraussetzungen schon gegeben sind, sollte auf Stützräder generell verzichtet werden. Diese führen nur dazu, dass das Kind auf dem Fahrrad fährt wie auf einem Dreirad. Diese Verhaltensweise muss dann beim abmachen der Stützräder wieder abtrainiert werden. Dies kann unter Umständen etwas Zeit in Anspruch nehmen.

2. Das richtige Kinderfahrrad

Klar ist gibt kein falsches Kinderfahrrad. Aber es gibt Kinderfahrräder mit denen Kinder deutlich einfacher und schneller Fahrrad fahren lernen. Das wichtigste Kriterium beim Kauf eines Kinderfahrrades ist das Gewicht. Dieses bestimmt nämlich entscheidend wie gut das Kind das Gleichgewicht halten kann. Nehmen wir mal an das Kind ist 4 Jahre alt, wiegt 16 kg und bekommt ein 8 kg schweres Kinderfahrrad geschenkt. Dann ist das im Verhältnis so, als ob ein 80 kg schwerer Erwachsener mit einen 40 kg schweren Fahrrad fahren lernen soll. Also nicht unbedingt ganz einfach. Deswegen sollte das Kinderfahrrad so leicht wie möglich sein. Wir haben uns aus diesen Grund damals für das Sixteen von Kania Bikes entschieden. Mit diesen Kinderfahrrad hat mein Sohn das Fahrrad fahren innerhalb von einer Stunde gelernt.

Neben den Gewicht hat das Sixteen einen weiteren Vorteil. Es verfügt über einen Freilauf und hat somit keine Rücktrittbremse. Der Vorteil des Freilaufs ist, dass ein Stopp jederzeit über die Handbremsen erfolgen kann. Bei einem vorhanden Rücktritt müsste zunächst dir richtige Bremsposition der Füße im Rücktritt gesucht werden. Des Weiteren kann beim Anfahren die Position der Pedale/Kurbel ganz einfach in die richtige Startposition gebracht werden.

3. Das richtige Equipment

In Deutschland besteht für Fahrradfahrer keine Helmpflicht – sowohl für Erwachsene als auch Kinder. Da ich für die Sicherheit meines Kindes verantwortlich, ein Fahrradhelm jedoch unter gewissen Umständen schwere Kopfverletzungen verhindern kann,  ist ein Fahrradhelm für mich ein muss. Ich könnte mir es nie verzeihen, wenn im Falle eines Fahrradunfall mein Kind schlimmer als notwendig am Kopf verletzt wird. Bezüglich des richtigen Helmes habe ich mich hier (interne Verlinkung) bereits geäußert. Von diesen Kinderfahrradhelm bin ich immer noch überzeugt. Zumal dieser über eine integrierte Beleuchtung verfügt. Da es mir immer wieder auffällt, wie viele Kinder – und auch Erwachsene – den Fahrradhelm nicht richtig aufgesetzt haben hier diesbezüglich der ultimative Tipp: Zwischen Augenbrauen und Unterkante Helm sollte eine Daumenbreite und keine Handbreite Lücke sein.

Auch wenn Kinderfahrräder nicht im Geltungsbereich der Straßenverkehrszulassungordnung (StVZO) liegen und somit über keine Beleuchtungseinrichtung verfügen müssen, sollte auf die Beleuchtung am Kinderfahrrad nicht verzichtet werden. Neben den gesehen werden geht es schließlich im Dunkeln auch darum etwas zu sehen. Neben der am Helm integrierten Rückleuchte muss daher auch eine Vorderlampe her. Hier ist es nach meiner Meinung ausreichend, wenn man sich grob am § 67 StVZO orientiert. Dies bedeutet, wir brauchen eine Lampe mit weißen Licht und mindestens 10 Lux Beleuchtungsstärke.

Meine Kaufempfehlung

Ich war/bin mit dem Sixteen von Kania Bikes absolut zufrieden und kann es daher uneingeschränkt weiterempfehlen. Wenn ich heute jedoch nochmal ein Kinderfahrrad kaufen würde, würde ich mich jedoch für das woom 2* und zwar aus folgenden Gründen entscheiden:

  1. Das woom 2 ist mit 5,2 kg nochmal leichter als das Sixteen von Kania Bikes.
  2. Der Bremshebel für die Hinterradbremse des woom 2 ist grün markiert. Schmerzhafte Fehlbremsungen mit der Vorderradbremse entfallen bzw. man muss nicht mehr tausendmal erklären welcher der „richtige“ Bremshebel ist.
  3. Das woom 2 verfügt über einen Lenkeinschlagsbegrenzer, welcher ein Überdrehen des Lenkers verhindert.

Was sind eure Erfahrungen mit Kinderfahrrädern? Wie lange hat es bei euren Kindern das Fahrrad fahren lernen gedauert?

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1 Antwort

  1. Katrin sagt:

    Vielen Dank für den Artikel. Der ist sehr informativ. Ich finde auch den Einstieg ins Fahrradfahren über ein Laufrad sehr sinnvoll. Schon für sich genommen fördert ein Laufrad in sehr vielen Entwicklungsbereichen und bringt in der Hauptsache eine Menge Spaß! Die Kids sind durch das Laufradfahren bereits an die Fortbewegung auf zwei Rädern und das damit verbundene Ausbalancieren des eigenen Körpers gewöhnt. Das erleichtert dann das Fahrradfahren.

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